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So, Nov

Stuttgarter Aktivhaus B10 wird Teil eines virtuellen Kraftwerks

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Das Stuttgarter Aktivhaus B10 ist ab sofort Teil des virtuellen Kraftwerks Next Pool der Next Kraftwerke GmbH und somit ein Vorreiter im Energiesystem der Zukunft. Das Kölner Unternehmen und die alphaEOS AG haben einen Vertrag zur Direktvermarktung des Solarstroms von B10 unterzeichnet. Das Energiemanagement-System alphaEOS kommuniziert mit dem virtuellen Kraftwerk und entscheidet vorausschauend, wann das Gebäude Strom marktkonform einspeist, zwischenspeichert oder aus dem Netz bezieht.

Die 70 Quadratmeter große Photovoltaikanlage des Aktivhauses B10 produziert rund 8.300 Kilowattstunden Strom pro Jahr – etwa doppelt so viel wie für den Gebäudebetrieb und die Elektromobilität benötigt wird. „Der überschüssige PV-Strom muss nicht mehr notwendigerweise dann eingespeist werden, wenn die Sonne scheint. Eingespeist wird vielmehr dann, wenn der Bedarf im Netz am größten ist“, erläutert Jonathan Busse, Vorstand der alphaEOS AG. Steuerbare Haushaltsgeräte wie Wasch- oder Spülmaschinen werden bevorzugt dann betrieben, wenn günstige Energie aus dem Netz oder von der eigenen Erzeugung vom Dach bzw. aus dem Stromspeicher verfügbar ist. So trägt das System zur lokalen Netzstabilisierung bei. Zwei von der Daimler AG zur Verfügung gestellte Elektro-Smarts werden ebenfalls netzverträglich mit PV-Strom geladen.

„Durch die Aufnahme der Erzeugungsanlage des Aktivhauses in den Pool unseres virtuellen Kraftwerks erwarten wir neue Erkenntnisse über die wirtschaftliche Vernetzung von Erzeugern und Lastnehmern mit geringer Leistung“, erklärt Jochen Schwill, Co-Geschäftsführer und Co-Gründer der Next Kraftwerke GmbH. „Gerade im Hinblick auf die umfassende Verwirklichung der Energiewende ist die flexible Einspeisung von Erneuerbaren Energien ein wichtiger Baustein.“

Das Forschungsprojekt Aktivhaus B10 ist Teil des von der Bundesregierung geförderten Verbundvorhabens „Schaufenster Elektromobilität“. Die Projektpartner alphaEOS, die Werner Sobek Group, und das ILEK (Uni Stuttgart) erforschen Lösungen für die Vernetzung von Elektromobilität und gebauter Umwelt. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Rolle von Aktivhäusern im Energiesystem der Zukunft. Weitere Projektpartner sind SchwörerHaus und die Daimler AG.

Das Aktivhaus B10 untersucht, wie innovative Materialien, Konstruktionen und Technologien unsere gebaute Umwelt nachhaltig verbessern können. Dank eines ausgeklügelten Energie-konzepts und einer vorausschauenden, selbstlernenden Gebäudesteuerung erzeugt das Gebäude das Doppelte seines Energiebedarfs aus nachhaltigen Quellen. Der Zusammenschluss von mobiler und immobiler Infrastruktur ist ein vielversprechender Lösungsansatz für eine integrierte und dezentrale Energieversorgung von Elektromobilität und gebauter Umwelt. B10 ist ein dezentraler Energieerzeuger und „Provider“ für emissionsfreie Elektromobilität. Als intelligenter Baustein im Energiesystem der Zukunft ist das Haus im Quartier vernetzt und versorgt auch das benachbarte Weißenhofmuseum und Elektroautos mit Energie aus regenerativen Quellen.

Next Kraftwerke, www.next-kraftwerke.de
alphaEOS AG, www.alphaeos.com

Stuttgarter Aktivhaus B10 von Werner Sobek

Stuttgarter Aktivhaus B10 von Werner Sobek

Stuttgarter Aktivhaus B10 von Werner Sobek

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