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Mi, Jul

Interview: Natursteinplatten, Feuchtverfleckungen und Imprägnierung

SHK Fachwissen

Interview mit dem Steinmetz und Bildhauermeister Peter Bruning, Geschäftsführer der Bruning Natursteinwerk,  zum Thema Natursteinplatten, Feuchtverfleckungen und Imprägnierung.

SHK Fachzeitung: Herr Bruning – Sie haben sich auf das Thema Natursteinverarbeitung spezialisiert. Was genau sind dabei Ihre Schwerpunkte?

Peter Bruning: Wir kümmern uns um exklusive Natursteinarbeiten vorwiegend im Innenausbau. Überall dort, wo es um ein gehobenes Anforderungsprofil geht, sind wir zur Stelle. Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, im Handwerk die Detaillösungen funktional zu gestalten.

SHK Fachzeitung: Naturstein ist ein Material, das speziell in dem von Nässe beanspruchten Bereich nicht so einfach in der Handhabung ist. Korrekt?

Peter Bruning: Es sollte bei der Verarbeitung von Naturstein allgemein bekannt sein, dass Feuchtverfleckungen als Problem auftauchen können.

SHK Fachzeitung: Was sind die Ursachen dafür?

Peter Bruning: Da gibt es eine ganze Reihe an Gründen: mangelhafte Verlegearbeiten, nicht sachgemäße Abdichtung, ungenügende Unterhaltsreinigung, nicht rechtzeitig durchgeführte aber notwendige Wartung. Die hier angebrachten Silikonfugen sind Wartungsfugen. Gemäß den Herstellerangaben sind die Wartungsfugen für etwa acht bis zwölf Jahre im Einsatz.

SHK Fachzeitung: Wie gehen Sie vor, wenn Sie Duschrinnen mit Naturstein verarbeiten?

Peter Bruning: Grundsätzlich gilt, dass alle Natursteinplatten im Bereich der Dusche durchweg und sehr sorgfältig mit einer Spezialimprägnierung behandelt werden müssen. Nur so erreicht man den gewünschten Effekt – nämlich dass das Wasser größtenteils abperlt und die Wasseraufnahme im Stein minimiert wird. Des Weiteren geht es darum, eine sachgemäße Verbundabdichtung aufzubringen und eine ebenso professionelle Silikonverfugung mit Zwei-Flanken-Haftung zu erstellen. Wichtig ist, dass spezielles Naturstein-Silikon eingesetzt wird. Wer es mit handelsüblichem Silikon bewerkstelligt, sollte sich auch nicht über Randverfärbungen im Naturstein wundern, die sofort auftreten.
Im Vorfeld stimmen wir uns darüber hinaus mit dem Installateur ab.

SHK Fachzeitung: Welche Erfahrungen haben Sie im Arbeitsalltag mit Sickerwasser gemacht?

Peter Bruning: Was passiert beim Duschen? Wir verlieren beim Waschen Haare – Männer genau wie Frauen. Dadurch wird dann irgendwann der Abfluss verstopft. Erkannt oder sogar behoben wird das allerdings häufig erst dann, wenn das Wasser die Dusche flutet und nicht mehr abläuft. Das Wasser steht also regelrecht auf der Oberfläche.

SHK Fachzeitung: Welche Auswirkungen hat das auf den Naturstein?

Peter Bruning: Im Idealfall sollte man die Verstopfung umgehend beheben und die Rinne reinigen, damit das Wasser wieder abgeführt wird. Hat der Fachmann die Imprägnierung richtig ausgeführt und die Fliesen korrekt verlegt und verfugt, wird der Untergrund auch nicht weiter feucht. Durch das Abperlen – also das, was wir allgemein als Lotuseffekt kennen – kann das Wasser den Naturstein nicht so schnell kapillar durchdringen.

SHK Fachzeitung: Ist eine sekundäre Entwässerungsöffnung im Bereich der Rinne von Vorteil?

Peter Bruning: Meiner Meinung nach ist eine zusätzliche Entwässerung tatsächlich problematisch. Die unten in der Rinne eingesetzten Schlitze bieten keine Abhilfe – im Gegenteil. Das Thema, dass Stauwasser unterhalb des Fliesen bzw. des Natursteinbelages abgeführt werden soll, wird damit nicht gelöst.

SHK Fachzeitung: Können Sie das konkreter erklären?

Peter Bruning: Die Schlitze in der Rinne sind zwar oberhalb der Abdichtungen, liegen aber im Bereich des Klebermörtels. Kommt es zu einer Verstopfung des Abflusses, dringt in diesem Fall zuerst Wasser in den Mörtelbereich ein. Wenn verschmutztes Wasser eindringt, kommt es zu Ablagerungen von verschiedenen Substanzen – und die können dann einen muffeligen Geruch verursachen.

SHK Fachzeitung: Welche Lösung schlagen Sie stattdessen vor?

Peter Bruning: Erst einmal einen geschlossenen Rinnenkörper oder evtl. vorhandene Sickerwasseröffnungen im Bereich der Rinnen zu verschließen. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit der TECE-Rinne gemacht. Mit Seal System bietet sie zudem ein sehr stark haftendes und leicht zu verarbeitendes Abdichtungs-System. Außerdem bringen wir seit mehreren Jahren grundsätzlich auf Boden, Treppen und Wandplatten im Nassbereich eine rückseitige Absperrung durch eine Epoxid-Harz-Komponente auf. Diese Methode ist sicher und wir beugen damit den eventuell zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar werdenden, möglichen Feuchtverfleckungen vor. Denn aus dem Mörtelbereich kann keine Feuchtigkeit mehr aufsteigen. Die Oberfläche der Platten trocknet gleichmäßig ab. Die Erfahrung gibt uns recht: Wir haben bis heute keine einzige Reklamation aufgrund von derartigen Feuchtverfleckung bekommen.

www.marmor-bruning.de

www.tece.de

Peter Bruning ist Steinmetz und Bildhauermeister in Rheine. Er hat mit Seal System bereits gute Erfahrungen gesammelt – erst recht bei der Verarbeitung von Naturstein. Fotografin: Karin Brockmann

Die Seal System Dichtmanschette lässt sich an den TECEdrainline Duschrinnen optimal verarbeiten. Fotografin: Karin Brockmann

In seinem Betrieb, dem Bruning Natursteinwerk, hat sich Peter Bruning intensiv mit dem Thema Duschrinne, Seal System und Sickerwasser auseinandergesetzt – und über verschiedene Arbeitsschritte die Vorteile von Seal System für sich und seine Kunden entdeckt. Fotografin: Karin Brockmann

Ein geschlossener Rinnenkörper wie bei TECEdrainline beugt dem unerwünschten Sickerwasser-Effekt vor. Fotografin: Karin Brockmann

Natursteinplatten im Bereich der Dusche müssen durchweg und sorgfältig mit einer Spezialimprägnierung behandelt werden. Neben der sachgemäßen Verbundabdichtung braucht es eine professionelle Silikonverfugung mit Zwei-Flanken-Haftung. Aber nur wer spezielles Naturstein-Silikon einsetzt, beugt auch Randverfärbungen im Naturstein vor. Fotografin: Karin Brockmann

Seal System bietet ein stark haftendes und leicht zu verarbeitendes Abdichtungs-System. Außerdem sollte auf Boden, Treppen und Wandplatten im Nassbereich eine rückseitige Absperrung durch eine Epoxid-Harz-Komponente aufgebracht werden. Diese Methode beugt den eventuell zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar werdenden, möglichen Feuchtverfleckungen vor. Denn aus dem Mörtelbereich kann keine Feuchtigkeit mehr aufsteigen und die Oberfläche der Platten trocknet gleichmäßig ab. Fotografin: Karin Brockmann

Seal System bietet ein stark haftendes und leicht zu verarbeitendes Abdichtungs-System. Außerdem sollte auf Boden, Treppen und Wandplatten im Nassbereich eine rückseitige Absperrung durch eine Epoxid-Harz-Komponente aufgebracht werden. Diese Methode beugt den eventuell zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar werdenden, möglichen Feuchtverfleckungen vor. Denn aus dem Mörtelbereich kann keine Feuchtigkeit mehr aufsteigen und die Oberfläche der Platten trocknet gleichmäßig ab. Fotografin: Karin Brockmann

Seal System bietet ein stark haftendes und leicht zu verarbeitendes Abdichtungs-System. Außerdem sollte auf Boden, Treppen und Wandplatten im Nassbereich eine rückseitige Absperrung durch eine Epoxid-Harz-Komponente aufgebracht werden. Diese Methode beugt den eventuell zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar werdenden, möglichen Feuchtverfleckungen vor. Denn aus dem Mörtelbereich kann keine Feuchtigkeit mehr aufsteigen und die Oberfläche der Platten trocknet gleichmäßig ab. Fotografin: Karin Brockmann

Seal System bietet ein stark haftendes und leicht zu verarbeitendes Abdichtungs-System. Außerdem sollte auf Boden, Treppen und Wandplatten im Nassbereich eine rückseitige Absperrung durch eine Epoxid-Harz-Komponente aufgebracht werden. Diese Methode beugt den eventuell zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar werdenden, möglichen Feuchtverfleckungen vor. Denn aus dem Mörtelbereich kann keine Feuchtigkeit mehr aufsteigen und die Oberfläche der Platten trocknet gleichmäßig ab. Fotografin: Karin Brockmann

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